Kurse für Harmonielehre, Gehörbildung und Rhythmik

Übungssoftware

eBook Harmonielehre

eBook Rhythmik

Die Vierklangsumkehrungen

Wie bei den Dreiklängen können wir auch die Vierklänge umkehren (s. Die Dreiklangsumkehrungen). Der Vierklang hat einen Ton mehr, somit ergibt sich auch eine Umkehrung mehr. Das Schema zum Erarbeiten der Umkehrungen ist das gleiche, der jeweils unterste Ton wird oktaviert, um die nächste Umkehrung zu erhalten.

Hier die Notendarstellung der vier Vierklangs-Grundtypen:

Die Vierklangsgrundtypen und ihre Umkehrungen

Da ein Vierklang in der Grundstellung in Terzschichtung aufgebaut ist, läßt sich die Grundstellung schon anhand des Notenbildes sehr leicht erkennen. Will man eine Umkehrung erkennen, so empfiehlt sich, zuerst die "Notentraube" nach einem Halb- oder Ganztonschritt zu untersuchen. Der obere Ton ist dann der Grundton des Akkordes. Indem man die Noten in der Traube von oben bis zu diesem Ton zählt, erhält man die Umkehrung.

Bestimmung der Umkehrung eines Vierklangs

Das ist vielleicht etwas ungewöhnlich erklärt, sicher nicht den Lehrbüchern entsprechend, aber meiner Meinung nach sehr hilfreich.

Nicht vergessen, es gibt auch noch andere Akkorde, die hier noch nicht behandelt wurden. Wichtig ist genau hinzusehen und den Akkord auf Terzen zu analysieren. Nur so kannst Du sicher stellen, dass auch wirklich einer der Vierklangs-Grundtypen vorliegt.

Die weniger gebräuchlichen Vierklangstypen o7 (Grundstellung), m maj7 (Moll-Major-7) und maj7/#5 habe ich an dieser Stelle nicht behandelt, es funktioniert analog wie oben beschrieben, nur die Terzstruktur der Akkorde ist vielleicht etwas ungewohnt, deshalb besonders gut aufpassen.

Der Aufbau von Vierklangsumkehrungen

Eine typische Prüfungsfrage könnte lauten: Schreibe den Vierklang Ab maj7 in der 3. Umkehrung.

Hier kann man ganz schön viel falsch machen, deswegen solltest Du dir dieses Schema gut einprägen. Zuerst solltest Du dir klarmachen, wie die Grundstellung des Vierklangs aufgebaut ist, welche Terzen (groß/klein) geschichtet werden und letztendlich, wie die Töne heißen (s. Die Vierklänge).

Beispiel : Ab maj7 in der 3. Umkehrung

  • Schritt 1: Schreibe den Grundton Ab
  • Schritt 2: Schreibe die große Terz C
  • Schritt 3: Schreibe die Quinte Eb.
    Jetzt ist der dritte Ton erreicht, da die 3. Umkehrung gefordert ist, schreibe nun die nächste Note eine Oktave tiefer.
  • Schritt 4: Schreibe die Septime G eine Oktave tiefer, also unterhalb des Grundtons.

Beispiel 1: Ab maj7 in der 3. Umkehrung

Beispiel 2: D m7/b5 in der 2. Umkehrung

  • Schritt 1: Schreibe den Grundton D
  • Schritt 2: Schreibe die kleine Terz F.
    Jetzt ist der zweite Ton erreicht, da die 2. Umkehrung gefordert ist, schreibe nun die nächsten Noten eine Oktave tiefer.
  • Schritt 3: Schreibe die Quinte Ab eine Oktave tiefer, also unterhalb des Grundtons.
  • Schritt 4: Schreibe die Septime C eine Oktave tiefer, also unterhalb des Grundtons.

Beispiel 2: D m7/b5 in der 2. Umkehrung

Beispiel 3: E m7 in der 1. Umkehrung

  • Schritt 1: Schreibe den Grundton E.
    Jetzt ist der erste Ton erreicht, da die 1. Umkehrung gefordert ist, schreibe nun die nächsten Noten eine Oktave tiefer.
  • Schritt 2: Schreibe die kleine Terz G eine Oktave tiefer, also unterhalb des Grundtons
  • Schritt 3: Schreibe die Quinte H eine Oktave tiefer, also unterhalb des Grundtons
  • Schritt 4: Schreibe die Septime D eine Oktave tiefer, also unterhalb des Grundtons.

Beispiel 3: E m7 in der 1. Umkehrung

Die Lagen der Vierklangsumkehrungen

Wie bei den Dreiklängen können auch die Vierklangsumkehrungen in Lagen ausgedrückt werden. Dabei gibt der oberste Ton des Vierklangs die Lage an, genauer gesagt die Bedeutung des obersten Tons im Vierklang.

Die Lagen der Vierklangsumkehrungen

Nochmal konkret am gezeigten Beispiel C maj7:

  • In der Grundstellung ist die Septime H der oberste Ton, der Vierklang steht in der Septlage.
  • In der 1. Umkehrung ist die Oktave des Grundtons C der oberste Ton, der Vierklang steht in der Oktavlage.
  • In der 2. Umkehrung ist die Terz E der oberste Ton, der Vierklang steht in der Terzlage.
  • In der 3. Umkehrung ist die Quinte G der oberste Ton, der Vierklang steht in der Quintlage.

Es ist eigentlich sehr einfach, Du solltest es idealerweise am Klavier nachvollziehen. Da liegen die Töne schön nebeneinander und die Strukturen der Akkorde lassen sich so leichter verstehen.


Bewertung:  / 58

Schwach     Super




Besucherumfrage

Was spielst Du für ein Instrument?
Was interessiert dich an meiner Seite?
... und viele Fragen mehr.

Die Ergebnisse sind sofort sichtbar, eigene Antworten können eingereicht werden

Besuchermeinungen

Hier kann kann man sich sehr gut informieren, deine Seite ist echt der Knaller.


Hier findet selbst ein Anfänger wie ich für jede Frage eine einleuchtende Antwort!!


Echt tolle Seite, ich hab mein gesamtes Wissen von dieser Seite.


Top Seite. Ich kenne keine vergleichbare Übungsseite wie diese. Weiter so!


Klasse Seite, dank dir bekomme ich keine 6 in Musik. Danke. Mach weiter so.


Dies ist mein erstes Lob an eine Webseite - ich bin sehr begeistert! Alles sehr verständlich dargestellt, die übungen sind sehr praktisch und mehr als hilfreich, und obendrauf merkt man dem Verfasser eine große Kompetenz an. Vielen Dank für diese tolle Seite, sie wird mir bestimmt so einiges im Studium erleichtern!


Ich finde, dass der Stoff toll erklärt wird. Viel besser als in unserem Musikunterricht. Ich habe die Tonarten hier besser verstanden.


Habe mir gerade ihre beiden ebooks Harmonielehre und Rhythmik gekauft. Wirklich sehr gut, um wieder in die Materie rein zukommen. Bitte weiter so!


Eine sehr gute Seite, hat mir schon extrem viel geholfen!!! Toll gemacht!


Ich finde diese Seite wirklich genial und möchte mich dafür ganz herzlich bedanken. Ich finde hier, was ich noch nie vorher verstanden habe. Auch die Übungen finde ich große Klasse. Super!


Wer ist online?

Aktuell sind 90 Gäste und keine Mitglieder online