Der 4/4-Takt und seine Zählzeiten
Wie Du Dir wahrscheinlich schon gedacht hast, besteht der 4/4-Takt aus vier Vierteln. Genau das ist auch die bevorzugte Einstellung für Dein Metronom: Es sollte immer die Viertel schlagen, denn daraus leiten wir den Puls ab. Auch Dein Fuß schlägt die Viertel – unabhängig davon, was Du gerade auf Deinem Instrument spielst.
Den Vierteln kommt dabei eine besondere Bedeutung zu: Man nennt sie die Zählzeiten des Taktes. Der 4/4-Takt hat also vier Zählzeiten, jede von der Länge einer Viertel. Wie die einzelnen Notenwerte und Pausen aufgebaut sind, haben wir im vorigen Kapitel geklärt – hier geht es nun um das Raster, in das sie eingebettet sind.
Übung: Zählzeiten empfinden und mitzählen
Das deutliche Empfinden der Zählzeiten trainieren wir mit den nächsten Übungen. Unter den Noten siehst Du jeweils, wie Du mitzählen musst: „1 2 3 4“, wenn Du nur die Viertel zählst – „1 und 2 und 3 und 4 und“, wenn Du die Achtel mitzählst. Probiere beides aus!
In jeder Übung wird eine Zählzeit durch eine Viertel betont, ansonsten laufen die Achtel durch. Klatsche jeweils einen Takt in der Schleife und sei Dir dabei immer bewusst, an welcher Stelle des Taktes Du gerade bist. Viel Spaß!
Betonung auf die erste Viertel
Hier fallen Betonung und Taktanfang zusammen – der leichteste Einstieg. Nutze diese Übung, um Dein Gefühl für die „1“ zu festigen, bevor die Betonung in den folgenden Übungen wandert.
Betonung auf die zweite Viertel
Jetzt liegt die Viertel auf der „2“. Zähle den Taktanfang besonders bewusst mit – sonst hört Dein Ohr die betonte Stelle schnell als neue „1“, und der Takt verschiebt sich.
Betonung auf die dritte Viertel
Die „3“ eröffnet die zweite Takthälfte und wirkt deshalb fast wie ein zweiter Taktanfang. Achte darauf, dass die Achtel davor nicht schneller werden, weil Du die Betonung schon erwartest.
Betonung auf die vierte Viertel
Diese Variante ist die anspruchsvollste: Die Betonung führt zum nächsten Takt hin und wird leicht selbst als „1“ empfunden. Halte Dich an Fuß und Metronom, dann bleibt der Takt an seinem Platz.
Wie Du weiterüben kannst
Wenn Dir alle vier Übungen sicher gelingen, spiele sie ohne Pause hintereinander – so wanderst Du mit der Betonung durch den ganzen Takt. Danach wartet der nächste Schritt: die unbetonten Zählzeiten, bei denen die Zählzeit selbst ausgelassen wird.