Der Moll-Quintenzirkel mit allen Vorzeichen
So sieht der Moll-Quintenzirkel mit den Moll-Tonarten und den entsprechenden Vorzeichen aus:
Üblicherweise werden die Moll-Tonarten innen im Kreis aufgetragen. Die Tonartennamen schreibt man in deutscher Schreibweise klein.
Quintenzirkel mit Dur- und Moll-Tonarten
Jetzt können wir den bereits bekannten Dur-Quintenzirkel um die Moll-Tonarten erweitern: Außerhalb des Kreises stehen die Dur-Tonarten, innerhalb die Moll-Tonarten. So liest Du die jeweiligen Parallel-Tonarten sehr leicht ab. Hier die Darstellung der Dur- und Moll-Tonarten im Quintenzirkel, diesmal in internationaler Schreibweise:
Merksätze für den Moll-Quintenzirkel
Auch für den Moll-Quintenzirkel gibt es Merksätze.
Für die Moll-Kreuztonarten:
Ein Hund fischte cischend Giselas Disk.
Und für die Moll-B-Tonarten:
Der große clevere Franz bringt Essen.
Beide Sätze decken jeweils sechs Tonarten ab. Die siebte – ais-Moll bzw. as-Moll – lasse ich außen vor, sie kommt in der Praxis kaum vor und läßt sich ohnehin schlecht in einen Merksatz einbauen.
Brauchst Du die Moll-Merksätze überhaupt?
Ehrlich gesagt: nicht unbedingt. Wenn Du den Dur-Quintenzirkel und seine Merksätze sicher beherrschst, kommst Du auch ohne die beiden Moll-Sätze aus. Denn die Parallel-Tonarten haben ja dieselben Vorzeichen – Du gehst vom Dur-Grundton einfach eine kleine Terz abwärts und landest bei der Moll-Parallele.
Ein Beispiel: Vier Kreuze bedeuten E-Dur. Eine kleine Terz abwärts von E ist Cis – also cis-Moll. Fertig, ganz ohne zweiten Merksatz.
Umgekehrt gilt aber auch: Wer viel in Moll denkt und arbeitet, ist mit den eigenen Merksätzen schlicht schneller, weil der Umweg über die Dur-Parallele entfällt. Probier beide Wege am Instrument aus und bleib bei dem, der Dir schneller von der Hand geht.