Übungssoftware

Übungssoftware Powertraining Noten lernen

mehr Informationen ...

eBook Harmonielehre

eBook Harmonielehre

mehr Informationen ...

eBook Rhythmik

eBook Rhythmik

mehr Informationen ...

Die Vierklänge

Bewertung: 4 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern inaktiv
 

Die Vierklänge sind sozusagen die vierte Dimension in der Musik.

Am ehesten wird dir bislang wohl der Dominant-Sept-Akkord begegnet sein. Dieser findet in der Popmusik häufige Verwendung, wegen seiner starken Auflösungstendenz (s. Die Hauptkadenz).

Nun sehen wir uns aber erstmal die Bildung der Vierklänge an. Gehen wir mal davon aus, dass die Vierklänge genauso wie die Dreiklänge durch reine Terzschichtung gebildet werden. Es gibt ja noch viele andere Möglichkeiten vier Töne miteinander zu kombinieren. Diese sind aber nicht immer musikalisch sinnvoll. Dennoch gibt es einige Vierklänge, die nicht auf Terzschichtung beruhen und trotzdem sehr gut klingen (z.B. sus-Vierklänge). Wir bleiben aber erstmal bei der Terzschichtung.

Als Grundlage nehmen wir nun unsere bekannten vier Dreiklangstypen. Dur, Moll, Vermindert und Übermäßig (s. Die Dreiklänge). Darauf schichten wir jeweils eine kleine oder eine große Terz.

Erweiterung des C-Dur Dreiklangs

Setzen wir auf den Dur-Dreiklang eine große Terz, so erhalten wir einen "Major 7"-Akkord (Abk. maj7, major = engl. groß). Also ein Dur-Dreiklang mit großer Septime. Er klingt ziemlich hart und äußerst nach Dur. Die große Septime erzeugt etwas Spannung, jedoch wirkt er nicht unruhig. Den Dominant-Sept-Akkord (V7) erhalten wir, wenn wir auf den Dur-Dreiklang eine kleine Terz schichten. Dieser klingt auch nach Dur, aber weicher als der maj7. Das wichtigste ist aber, wie schon oben bemerkt, die starke Auflösungstendenz des Dominant-Sept-Akkordes in den maj7-Akkord auf der I. Stufe.

Erweiterung des C-Moll Dreiklangs

Nun ist der Moll-Dreiklang an der Reihe. Mit einer großen Terz kombiniert, ergibt sich ein etwas seltsam klingender Vierklang: "Moll-Major 7" (-maj7). Ein Moll-Dreiklang mit großer Septime. Er wird selten verwendet, das ist auch verständlich, denn er klingt ziemlich dissonant.

Wesentlich wichtiger ist der "Moll 7"-Vierklang (m7 oder -7), der durch Schichtung einer kleinen Terz auf den Moll-Dreiklang entsteht. Er klingt sehr glatt und ist praktisch der klassische Moll-Akkord.

Erweiterung des Dreiklangs C vermindert

Wird der verminderte Dreiklang erweitert, so ergeben sich zwei interessante Akkorde.

Einmal der Halbverminderte Vierklang "Moll7/b5" (m7/b5), er entspricht einem Moll 7 -Vierklang mit verminderter Quinte (b5).

Und zum anderen der Vollverminderte Vierklang (oft auch nur verminderter Vierklang genannt), der nur aus einer Schichtung von kleinen Terzen besteht.

Beide Vierklänge sind sehr vielseitig einsetzbar, wegen ihrer starken Klangfarben finden sie jedoch in der Popmusik seltener Verwendung. Im Bereich Jazz / Fusion sind sie sehr wichtige Akkorde.

Erweiterung des Dreiklangs C übermäßig

Unser exotischer Dreiklang, der übermäßige Dreiklang läßt sich eigentlich nur mit einer kleinen Terz erweitern. Es ergibt sich ein genauso exotischer Vierklang, der "Major 7#5"-Vierklang (maj7/#5, sprich 7 Kreuz 5). Er klingt durch die übermäßige Quinte reichlich dissonant und wird deswegen auch sehr selten verwendet.

Wird der übermäßige Dreiklang mit einer großen Terz erweitert, so ergibt sich als Septime ein His, was aber enharmonisch verwechselt ein C ist. Und somit entsteht kein Vierklang, sondern nur ein übermäßiger Dreiklang mit oktaviertem Grundton. Nicht wirklich ein neuer Akkord.

 

So, geschafft! Dieses Wissen mag dir nun reichlich abstrakt und ohne praktischen Bezug vorkommen. Erst mit den nächsten Kapiteln wird das ganze abgerundet und mehr auf die praktische Anwendung bezogen. Also mit Mut an die Übungen, damit die Grundlagen gefestigt werden!

Drucken E-Mail

Wer ist online?

Aktuell sind 120 Gäste und keine Mitglieder online

Neue Glossareinträge

Besuchermeinungen

Die Seite ist sehr gut gemacht und die Texte sind einfach zu verstehen. Insgesamt hat mir die Seite sehr geholfen, mich auf meine Aufnahmeprüfung vorzubereiten.

Ich finde, dass der Stoff toll erklärt wird. Viel besser als in unserem Musikunterricht. Ich habe die Tonarten hier besser verstanden.

Wollte nur mal eben kundtun, dass diese Seite gut strukturiert, komplexe Inhalte anschaulich vermittelt. Weiter so und danke.

Eine der besten Seiten, die ich je gesehen habe!!!! Lehrer sollten mit diesen Seiten arbeiten.

Ein dickes Lob an den Macher. Wirklich eine klasse Lernseite, besonders für Anfänger.

Ein großes Lob für die sehr verständlich aufgebaute Harmonielehre!

Seeehr gute und lehrreiche Homepage! Bin begeistert!

Einfach Super, didaktisch Spitzenklasse!

Du hast hier wirklich eine wunderbar einfache und logische Seite geschaffen, um einen komplexen Themenbereich anschaulich zu erklären! Super!

Vielen Dank für die locker-unterhaltsamen Seiten. Genau das Richtige, um meinem Sohn den theoretischen Unterbau der Musik nahe zu bringen und den mageren Schulmusikunterricht zu unterstützen. Viele Grüße und danke für die vorzügliche Page!!!

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen