Die Quinte gehört zu den reinen Intervallen – und genau das hilft Dir beim Erkennen: Sie klingt ausgesprochen konsonant, also glatt und ohne Spannung.
Die Quinte erkennen und nachsingen
Abwärts gesungen hat die Quinte eine starke Auflösungstendenz – Du hörst die typische Dominante-Tonika-Wirkung, dieses Gefühl von „angekommen". Und wenn Du die Quinte aufwärts suchst, singe einfach einen Dur-Dreiklang nach oben: Sein höchster Ton ist die Quinte.
Auch mit diesem Intervall wirst Du keine größeren Schwierigkeiten haben. Übe die Beispiele trotzdem mehrmals hintereinander – danach bist Du bereit für Deinen ersten Hörtest.
Merkhilfen für die Quinte: Songs und Eselsbrücken
Auch für die Quinte gibt es Melodien, die fast jeder im Ohr hat:
Quinte aufwärts
- „Morgen kommt der Weihnachtsmann" (bzw. „Twinkle, Twinkle, Little Star" – dieselbe Melodie): Zwischen dem zweiten und dritten Ton springt die Melodie genau eine Quinte aufwärts.
- Star-Wars-Hauptthema – der berühmte Sprung am Anfang des Titelthemas ist eine reine Quinte aufwärts.
Quinte abwärts
- Familie-Feuerstein-Titelmelodie („Flintstones"): Die ersten beiden Silben „Flint-stones" fallen eine Quinte abwärts.
Eselsbrücke
Die Quinte ist nach der Oktave das „reinste" Intervall – ihre Töne schwingen im Verhältnis 3:2. Deshalb klingt sie selbst verzerrt noch stabil: Die Powerchords der Rockgitarre bestehen nur aus Grundton und Quinte. Und wenn Du Streichinstrumente kennst: Geige, Bratsche und Cello sind komplett in Quinten gestimmt – das offene Nachklingen zweier Saiten ist genau dieser glatte Quintklang.
Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit der Quarte — nimm Dir deshalb gleich das Gehörtraining Quarten vor und prüfe dann in der Übung Intervalle hören, ob Du beide sicher auseinanderhältst.