Welcher von zwei Tönen ist der höhere? Diese scheinbar einfache Frage ist der Einstieg in die Gehörbildung — denn bevor Du Intervalle oder Akkorde hören kannst, muss Dein Ohr Tonhöhen sicher einordnen.
So funktioniert die Übung
Du hörst zwei Töne nacheinander und entscheidest nach Gehör, welcher höher beziehungsweise tiefer klingt — die Frage wechselt von Aufgabe zu Aufgabe, also genau hinlesen. Die Noten siehst Du erst bei der Auswertung.
Was „höher" eigentlich heißt
Ein Ton klingt höher, wenn er schneller schwingt. Je näher zwei Töne beieinanderliegen, desto genauer muss Dein Ohr hinhören — eine Oktave erkennt jeder sofort, bei einer Sekunde wird es anspruchsvoll. Deshalb kannst Du in der Übung den Abstand der Töne einstellen und Dich Schritt für Schritt steigern.
Tipp: Innerlich mitsingen
Singe oder summe den ersten Ton leise nach und vergleiche dann, ob Du für den zweiten mit der Stimme nach oben oder unten musst. Die eigene Stimme ist das beste Werkzeug, um Tonhöhen fühlbar zu machen — genau deshalb funktioniert dieser Trick auch bei kleinen Abständen.
In der Übung Noten hören ordnest Du gehörte Töne konkreten Tasten und Oktavlagen zu.