Die kleine Terz ist das Intervall, das den Moll-Charakter prägt: Sie klingt schwerer und weicher als die große Terz.
Die kleine Terz erkennen und nachsingen
Zum Treffen der kleinen Terz hast Du zwei Wege: Singe eine große Sekunde und darüber noch einen Halbton – zusammen ergibt das die kleine Terz. Oder Du näherst Dich von oben: große Terz singen und einen Halbton abwärts. Als Gegenstück zur Dur-Terz trägt die kleine Terz übrigens den Beinamen Moll-Terz.
Merkhilfen für die kleine Terz: Songs und Eselsbrücken
Für die kleine Terz gibt es besonders eingängige Anker – einer davon ruft sogar aus dem Wald:
Kleine Terz aufwärts
- Brahms' Wiegenlied („Guten Abend, gut' Nacht") – nach den zwei gleichen Anfangstönen springt die Melodie eine kleine Terz aufwärts.
- „Smoke on the Water" von Deep Purple – das berühmte Gitarrenriff beginnt mit einer kleinen Terz aufwärts.
Kleine Terz abwärts
- Der Kuckucksruf („Kuckuck, Kuckuck, ruft's aus dem Wald") – fällt eine kleine Terz abwärts. Der bekannteste Terz-Anker überhaupt.
- „Hey Jude" von den Beatles – die ersten beiden Töne („Hey Jude") fallen eine kleine Terz abwärts.
Eselsbrücke
Ob Dur oder Moll, entscheidet allein die Terz: Baust Du auf die kleine Terz einen Dreiklang, klingt er dunkel und melancholisch nach Moll. Die kleine Terz ist damit die Schattenseite der Terzen – das Gegenstück zur strahlenden Dur-Terz. Und wenn gar nichts hilft: Denk an den Kuckuck.
Und die Sonnenseite? Die trainierst Du im Gehörtraining große Terzen. Danach lohnt sich der Härtetest in der Übung Intervalle hören, wo beide Terzen gemischt auftauchen.