Die große Terz ist das erste Intervall in dieser Reihe, das sowohl groß als auch klein vorkommt – also aufgepasst und genau hingehört, wenn es Dir im Hörtest begegnet. Merken kannst Du Dir die große Terz am leichtesten über den Dur-Dreiklang: Seine ersten beiden Töne bilden genau dieses Intervall. Ja, ich wiederhole mich – aber es stimmt eben: Wer den Dur-Dreiklang sicher aufwärts singen kann, erkennt viele Intervalle leichter.
Die große Terz erkennen und nachsingen
Im Vergleich zur kleinen Terz klingt die große Terz härter und deutlich nach Dur – daher auch ihr Beiname Dur-Terz. Ein zweiter Weg führt über die Quarte: Singe zuerst die Quarte und dann einen Halbton abwärts – schon hast Du die große Terz getroffen.
Merkhilfen für die große Terz: Songs und Eselsbrücken
Diese Melodien setzen Dir die große Terz zuverlässig ins Ohr:
Große Terz aufwärts
- „Alle Vögel sind schon da" – die ersten beiden Töne („Al-le") springen eine große Terz aufwärts.
- „Oh When the Saints (Go Marching In)" – beginnt mit einer großen Terz aufwärts („Oh when").
Große Terz abwärts
- Beethovens Fünfte – das berühmte „ta-ta-ta-taaa" fällt vom dreifachen Auftakt eine große Terz abwärts.
- „Swing Low, Sweet Chariot" – beginnt mit einer großen Terz abwärts („Swing low").
Eselsbrücke
Die große Terz ist die Sonnenseite der Terzen: Sie macht aus einem Klang Dur. Wenn Du unsicher bist, ob eine Terz groß oder klein war, denke sie einfach zum Dreiklang weiter – klingt er hell und strahlend nach Dur, war die Terz groß. Klingt er weich und dunkel nach Moll, war sie klein.
Dur kommt selten allein: Nimm Dir gleich das Gegenstück vor — das Gehörtraining kleine Terzen. Und wenn beide Terzen sitzen, mische sie in der großen Übung Intervalle hören unter die übrigen Intervalle.