Die kleine Sexte ist etwas schwieriger zu erkennen. Am besten suchst Du Dir eine sichere Eselsbrücke – unten findest Du Vorschläge – oder Du nutzt diesen Weg: Singe den Dur-Dreiklang aufwärts und dann noch einen Halbton höher. Schon bist Du auf der kleinen Sexte gelandet.
Die kleine Sexte erkennen und nachsingen
Um die kleine von der großen Sexte zu unterscheiden, hilft Dir ein bisschen die Auflösungstendenz. Die große Sexte löst sich eindeutig in die Quarte auf. Die kleine Sexte dagegen ist zweideutig: Sie kann sich in die Quinte, aber genauso in die Quarte auflösen – je nachdem, wo Dein Ohr den Grundton hört. Singe zum Vergleich C – As – G (der Grundton ist das C) und C – As – F (der Grundton ist das F, ein F-Moll-Dreiklang in Terzlage).
Merkhilfen für die kleine Sexte: Songs und Eselsbrücken
Du hast es geahnt – hier kommen die versprochenen Eselsbrücken:
Kleine Sexte aufwärts
- Love-Story-Thema („Where Do I Begin") – die berühmte Filmmelodie beginnt mit einer kleinen Sexte aufwärts. Der Klassiker für dieses Intervall.
Kleine Sexte abwärts
Für die kleine Sexte abwärts hat sich kein Songanfang als Standard etabliert – hier hilft Dir der Umkehrungs-Trick aus der Eselsbrücke am besten weiter.
Eselsbrücke
Die kleine Sexte ist die Umkehrung der großen Terz – zusammen ergeben beide genau eine Oktave. Holst Du den oberen Ton eine Oktave nach unten (oder den unteren nach oben), bleibt eine große Terz übrig: Klingt die Probe nach „Al-le Vö-gel", war Deine Sexte klein. Und ihren Charakter merkst Du Dir über die Filmmusik: Die kleine Sexte klingt sehnsuchtsvoll und melancholisch – wie gemacht für Liebesfilm-Melodien.
Alle Intervalle im Überblick: Die Intervalle. Und wenn die kleine Sexte sitzt, geht's weiter zur großen Übung Intervalle hören.