Die äolische Tonleiter ist das natürliche Moll — nach Dur die wichtigste Skala überhaupt. Wer Balladen, Volkslieder oder Rock-Hymnen hört, hört Äolisch. Sie sicher zu singen ist Pflichtprogramm für jedes Gehörtraining und die Basis für harmonisch und melodisch Moll.
Das natürliche Moll
Äolisch hat seine Halbtonschritte zwischen dem 2. und 3. sowie dem 5. und 6. Ton. Zum Grundton bedeutet das: kleine Terz, kleine Sexte, kleine Septime — der klassische Moll-Klang. Auf den weißen Tasten beginnt Äolisch auf a; als Moll-Parallele teilt sich jede äolische Leiter ihr Tonmaterial mit der Dur-Tonart eine kleine Terz höher. Jetzt bist Du dran.
Übungshilfen für die äolische Tonleiter
Die kleine Sexte ist die Klippe
Die meisten Intonationsfehler in Moll passieren am 6. Ton — er gerät zu hoch, weil das Ohr heimlich Dorisch oder gar Dur singt. Denke den 6. Ton als engen Anschluss an die Quinte (Halbtonschritt zwischen 5 und 6!).
Merkhilfe
Äolisch ist „Dur, drei Stockwerke tiefer eingestiegen": Dieselben Töne wie die parallele Dur-Tonart, nur vom 6. Ton aus gestartet. Mit den freien Grundtönen a, d und e übst Du genau die Moll-Tonarten, die Dir am häufigsten begegnen.
Alle sieben Modi im Überblick: Die Kirchentonleitern — warum Äolisch zugleich das natürliche Moll ist, erklärt Das natürliche Moll / Die Moll-Parallele. Sitzt der Klang, teste Dich in der Übung Kirchentonleitern hören.