Mixolydisch ist das Dur des Blues, des Rock und der Dudelsäcke: hell und bodenständig, aber ohne den strebsamen Leitton — die kleine Septime nimmt der Leiter alle Eile. Über Dominantseptakkorden ist Mixolydisch die Skala der Wahl, und singen lernt man sie am besten im direkten Duell mit Dur.
Dur ohne Leitton
Mixolydisch hat die Halbtonschritte zwischen 3/4 und 6/7 — bis zur Sexte ist alles identisch mit Ionisch, dann kommt statt der großen die kleine Septime. Genau sie macht den Klang „entspannt": Der 7. Ton drängt nicht mehr zur Oktave. Auf den weißen Tasten beginnt Mixolydisch auf g. Achte in der Übung auf den Moment „Singe den 7. Ton (Septime)" — da trennt sich Mixolydisch von Dur.
Übungshilfen für die mixolydische Tonleiter
Die Septime von der Oktave abkoppeln
Der typische Fehler: Man singt aus Gewohnheit den Dur-Leitton. Übe den Schluss isoliert — 6., 7. und 8. Ton — und lasse den 7. bewusst einen ganzen Ton unter der Oktave.
Gegenhören
Singe erst Ionisch, direkt danach Mixolydisch auf demselben Grundton. Die freien Grundtöne G, C und D sind die Dominanten der vertrauten Tonarten — dort lebt dieser Modus, zusammen mit dem Dominantseptakkord als seinem Stufenvierklang.
Alle sieben Modi im Überblick: Die Kirchentonleitern. Sitzt der Klang, teste Dich in der Übung Kirchentonleitern hören.