Lydisch klingt wie Dur mit Fernweh: Die übermäßige Quarte — der berühmte lydische Ton — macht aus der vertrauten Dur-Leiter etwas Schwebendes, Filmmusik-Haftes. Diese eine Note sicher zu singen ist das Ziel dieser Übung.

Dur mit übermäßiger Quarte

Lydisch verschiebt die Halbtonschritte auf 4/5 und 7/8 — alle Intervalle zum Grundton sind groß oder übermäßig: der „hellste" aller Modi. Vom normalen Dur unterscheidet ihn nur der 4. Ton, der einen Halbton höher liegt. Auf den weißen Tasten beginnt Lydisch auf f. In der Übung kommt es also auf einen einzigen Moment an: „Singe den 4. Ton (übermäßige Quarte)".

In der kostenlosen Version singst Du die lydische Tonleiter auf den Grundtönen F, C und G — Premium schaltet alle Grundtöne chromatisch frei.

Übungshilfen für die lydische Tonleiter

Den 4. Ton als Leitton zur Quinte hören

Die übermäßige Quarte triffst Du am leichtesten von oben: Denke sie als Halbton unter der Quinte, in die sie hineinziehen will. Singe probehalber 4. und 5. Ton mehrmals im Wechsel, bis der enge Anschluss sitzt.

Gegenprobe mit Dur

Singe direkt nach Lydisch die ionische Leiter auf demselben Grundton — der Unterschied am 4. Ton ist dann unüberhörbar. Genau dieses „eine Alteration verändert alles" ist der Schlüssel zum Modi-Hören.

Alle sieben Modi im Überblick: Die Kirchentonleitern. Sitzt der Klang, teste Dich in der Übung Kirchentonleitern hören.