Der Mollseptakkord ist das Arbeitspferd der Popular- und Jazzharmonik: weicher als der reine Moll-Dreiklang, entspannter als der Dominantseptakkord. In Stufenfolgen wie II–V–I ist er der Startpunkt — und damit einer der Klänge, die Dein Ohr am häufigsten hören wird.
Moll-Dreiklang plus kleine Septime
Der m7 ist ein Moll-Dreiklang mit kleiner Septime: Die Terzschichtung lautet klein–groß–klein. Interessant für das Ohr: Seine oberen drei Töne bilden einen Dur-Dreiklang — a-m7 enthält zum Beispiel den kompletten C-Dur-Dreiklang. Diese Verwandtschaft macht den m7 so rund und unangestrengt. Jetzt Du: Stimmlage wählen und mitsingen.
Übungshilfen für den Mollseptakkord
Die Septime als kleine Terz weiterdenken
Statt die kleine Septime mühsam vom Grundton aus zu suchen, singe sie als kleine Terz von der Quinte aus weiter — dieselbe Bewegung wie am Anfang des Akkords. Der ganze m7 besteht dann aus zwei identischen Bausteinen mit einer großen Terz dazwischen.
Der versteckte Dur-Dreiklang
Singe einmal nur die oberen drei Töne (Terz, Quinte, Septime): ein reiner Dur-Dreiklang. Wenn Du dieses „Dur im Moll" hörst, hast Du das Wesen des m7 verstanden — und ein sicheres Erkennungszeichen für das Heraushören gewonnen.
Wie die Septakkorde aufgebaut sind, erklärt die Lektion Die Vierklänge. Sitzt der Klang, teste Dich in der Übung Vierklänge hören.