In echter Musik steht der Dur-Dreiklang selten brav in Grundstellung — oft liegt die Terz im Bass. Diesen Klang, den Sextakkord, solltest Du genauso sicher in der Stimme haben wie die Grundstellung: Er begegnet Dir in jeder Bassstimme, in jedem Chorsatz und in unzähligen Akkordfolgen.
Die Terz im Bass — so klingt der Sextakkord
Liegt die Terz unten, ergeben sich über dem Basston eine Terz (zur Quinte) und eine Sexte (zum Grundton) — daher der Name Sextakkord. Der Klang bleibt eindeutig Dur, wirkt aber weicher und beweglicher, weil der stabile Grundton nach oben gewandert ist. Beachte die Ansagen in der Übung: Der erste Ton, den Du nachsingst, ist hier die Terz des Akkords.
Übungshilfen für den Sextakkord
Die Sexte über dem Bass prüfen
Das kniffligste Intervall der Kette ist der letzte Schritt: von der Quinte zum Grundton ist es nur eine Quarte, vom Basston aus aber eine Sexte. Prüfe Dich nach dem Durchlauf, indem Du vom untersten Ton direkt die Sexte ansingst — trifft sie den Grundton, sitzt der Sextakkord.
Erst Grundstellung, dann Umkehrung
Wenn Dir die Umkehrung noch schwerfällt, übe zuerst den Dur-Dreiklang in Grundstellung und singe dann beide direkt hintereinander auf demselben Grundton: Es sind dieselben drei Töne, nur der Startpunkt wandert.
Wie die Umkehrungen aufgebaut sind, erklärt die Lektion Die Dreiklangsumkehrungen. Sitzt der Klang, teste Dich in der Übung Dreiklangsumkehrungen hören.