Ob ein Dreiklang in der Grundstellung, der ersten oder der zweiten Umkehrung erklingt, verändert seinen Klang nur fein — aber genau dieses Detail macht Basslinien und Akkordverbindungen erst verständlich. In dieser Gehörbildungsübung werden mehrere Dreiklänge vorgespielt, und Du findest heraus, welcher davon in der gesuchten Stellung steht.

So funktioniert die Übung

Wähle zuerst Deine Einstellungen: wie viele Dreiklänge pro Aufgabe erklingen (zwei bis vier) und ob alle denselben Akkord spielen — dann wechselt nur die Stellung, der direkteste Vergleich — oder verschiedene Akkorde, bei denen Du die Stellung unabhängig vom Klanggeschlecht erkennen musst. Die Frage nennt die gesuchte Stellung, Du hörst Dir die Dreiklänge so oft an, wie Du möchtest, und klickst die Position an. Bei der Auswertung siehst Du alle gespielten Dreiklänge im Notenbild.

Woran erkennt man eine Umkehrung mit dem Ohr?

In der Grundstellung ist ein Dreiklang aus Terzen geschichtet und klingt am stabilsten. In den Umkehrungen wandert der Grundton nach oben, und es entsteht eine Quarte im Akkord — sie ist der Schlüssel: Liegt die Quarte oben (zwischen Mittel- und Oberstimme), hörst Du die erste Umkehrung; liegt sie unten überm Bass, die zweite. Am deutlichsten tritt sie hervor, wenn der Akkord gebrochen (melodisch) gespielt wird — deshalb ist das hier die Standard-Wiedergabe.

Tipp fürs Üben

Bleib am Anfang bei zwei Dreiklängen mit demselben Akkord und singe die gebrochenen Töne innerlich mit: Wo liegt der große Sprung, die Quarte? Verlass Dich dabei nicht auf die Tonhöhe — die Übung platziert jede Stellung absichtlich in zufälliger Oktavlage, der höchste Klang ist also nicht automatisch die zweite Umkehrung. Später steigere Dich auf drei oder vier Dreiklänge und schließlich auf verschiedene Akkorde.

Wie Grundstellung, Sextakkord und Quartsextakkord aufgebaut sind, erklärt die Lektion Die Dreiklangsumkehrungen.