Dorisch ist der Modus mit dem doppelten Gesicht: eindeutig Moll, aber mit einer hellen großen Sexte, die ihm etwas Offenes, fast Optimistisches gibt. Von mittelalterlicher Musik über Jazz bis zum Funk-Riff — wer Dorisch singen kann, erkennt diesen Klang überall wieder.
Moll mit großer Sexte
Dorisch hat die Halbtonschritte zwischen dem 2. und 3. sowie dem 6. und 7. Ton. Zum Grundton ergibt das kleine Terz und kleine Septime (das Moll-Signal), aber eine große Sexte — der eine Ton, der Dorisch vom natürlichen Moll unterscheidet. Auf den weißen Tasten beginnt Dorisch auf d. Sing die Leiter jetzt selbst und achte besonders auf den 6. Ton.
Übungshilfen für die dorische Tonleiter
Auf den 6. Ton lauern
Singe erst ein paar Mal Äolisch und dann Dorisch auf demselben Grundton: Alles ist gleich bis zum 6. Ton — dort geht Dorisch einen Halbton höher. Wenn Du diesen Moment bewusst erwischst, sitzt der Modus.
Merkhilfe
„Dorisch = Moll mit Lichtblick": Die große Sexte ist der eine helle Ton in der Moll-Umgebung. Die freien Grundtöne d, g und a sind die klassischen dorischen Zentren — d-Dorisch läuft komplett auf weißen Tasten.
Alle sieben Modi im Überblick: Die Kirchentonleitern. Sitzt der Klang, teste Dich in der Übung Kirchentonleitern hören.