Die zweite Umkehrung des Dur-Dreiklangs — der Quartsextakkord — ist ein Klang mit Charakter: Mit der Quinte im Bass wirkt er schwebend und strebt nach Auflösung. In der klassischen Kadenz hat er als kadenzierender Quartsextakkord sogar eine eigene Rolle. Grund genug, ihn singen zu lernen.

Die Quinte im Bass — so klingt der Quartsextakkord

Über dem Basston — der Quinte — liegen eine Quarte (zum Grundton) und eine Sexte (zur Terz): daher Quartsextakkord. Die Quarte über dem Bass macht den Klang gespannt; in der Kadenz löst sie sich typischerweise schrittweise in die Dominante auf. In der Übung beginnst Du also mit der Quinte, dann folgen Grundton und Terz — jetzt bist Du dran.

In der kostenlosen Version singst Du den Dur-Quartsextakkord auf den Grundtönen C, F und G — Premium schaltet alle Grundtöne chromatisch frei.

Übungshilfen für den Quartsextakkord

Die Quarte als Signal

Präge Dir den ersten Schritt ein: Vom Bass zum nächsten Ton ist es eine reine Quarte — dasselbe Intervall, mit dem viele Signal- und Hymnenmelodien beginnen. Hörst und singst Du diese Quarte über dem tiefsten Ton, hast Du den Quartsextakkord schon identifiziert.

Die drei Lagen als Kreislauf

Singe Grundstellung, Sextakkord und Quartsextakkord nacheinander auf demselben Grundton — es sind immer dieselben drei Töne, nur der Startpunkt wandert. Diese Rotation ist die effektivste Methode, die Umkehrungen wirklich zu verstehen.

Wie die Umkehrungen aufgebaut sind, erklärt die Lektion Die Dreiklangsumkehrungen. Sitzt der Klang, teste Dich in der Übung Dreiklangsumkehrungen hören.